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Suchbegriff: Wirtschaftliche Indikatoren

Amazon Web Services baut im Rahmen einer Initiative zur Schaffung einer „europäischen souveränen Cloud“ neue Rechenzentren in Brandenburg, um die digitale Abhängigkeit Europas von den USA zu verringern. Das Projekt umfasst Investitionen in Höhe von 7,8 Milliarden Euro und zielt darauf ab, eine Cloud-Infrastruktur zu schaffen, die von Europäern unter europäischer Aufsicht betrieben wird. Experten erkennen zwar an, dass dies die digitale Souveränität verbessert, weisen jedoch darauf hin, dass eine vollständige Unabhängigkeit von den US-Technologiegiganten aufgrund ihrer technologischen und wirtschaftlichen Dominanz nach wie vor unrealistisch ist.
Präsident Trump weist PJM Interconnection an, eine Notstromauktion durchzuführen, bei der große Technologieunternehmen für die Stromversorgung ihrer KI-Rechenzentren bieten und für neue Kraftwerke bezahlen müssen. Damit wird auf die steigenden Stromrechnungen amerikanischer Haushalte reagiert, die durch den massiven Ausbau von Rechenzentren verursacht werden, der die derzeitige Netzkapazität übersteigt. Der Plan zielt darauf ab, Technologieunternehmen dazu zu verpflichten, „ihre Kosten selbst zu tragen“ und gleichzeitig den Bau neuer Kraftwerke im Wert von 15 Milliarden Dollar zu unterstützen.
Die Studie des ifo Instituts zeigt, dass die US-Zölle unter Präsident Trump in seiner zweiten Amtszeit der deutschen Wirtschaft erheblich schaden: Die Exporte in die USA sind um fast 25 % eingebrochen, und das Wirtschaftswachstum wurde um 0,3 bis 0,6 Prozentpunkte gedämpft. Besonders betroffen sind deutsche Kernbranchen wie die Automobil-, Maschinenbau- und Pharmaindustrie, obwohl neue Handelsabkommen mit anderen Regionen diese Verluste möglicherweise ausgleichen könnten.
Die Inflation in Deutschland lag 2025 im Durchschnitt bei 2,2 % und entsprach damit dem Niveau von 2024, wobei die Energiepreise im Dezember um 1,8 % fielen, während Dienstleistungen um 3,5 % teurer wurden. Das Statistische Bundesamt meldete eine Preisstabilisierung, wobei die Inflation im November und Dezember bei 1,8 % lag – zum ersten Mal seit 2024 unter dem Zielwert der EZB. Ökonomen prognostizieren für 2026-2027 eine Inflationsrate von weiterhin 2,2-2,3 %, die durch Faktoren wie Mindestlohnerhöhungen und Preisanpassungen beim Deutschlandticket getrieben wird.
Der milliardenschwere Ölmagnat Harold Hamm stellt aufgrund der anhaltend niedrigen Ölpreise zum ersten Mal seit über 30 Jahren die Bohrarbeiten im Bakken-Schiefergebiet in North Dakota ein. Bei Breakeven-Kosten von rund 58 US-Dollar pro Barrel und WTI-Preisen, die sich nur schwer über 60 US-Dollar halten können, sind laut Hamm die Margen verschwunden. Das Ziel der Trump-Regierung, den Ölpreis bei 50 US-Dollar zu halten, zwingt Bohrunternehmen in allen wichtigen Becken dazu, ihre Aktivitäten neu zu bewerten. Wood Mackenzie prognostiziert für 2026 den ersten Produktionsrückgang seit der Pandemie.
Ägypten macht durch mehrere neue Öl- und Gasfunde in der westlichen Wüste, der östlichen Wüste und im Nildelta bedeutende Fortschritte auf dem Weg zur Energieunabhängigkeit. Die jüngsten erfolgreichen Bohrungen von Unternehmen wie Khalda Petroleum und Egyptian General Petroleum Corporation werden voraussichtlich zu einer Steigerung der täglichen Produktion um etwa 47 Millionen Kubikfuß Erdgas und 4.300 Barrel Rohöl und Kondensate pro Tag führen. Das Land plant eine ehrgeizige Investition in Höhe von 5,7 Milliarden US-Dollar, um in den nächsten fünf Jahren 480 neue Explorationsbohrungen durchzuführen, davon 101 Bohrungen im Jahr 2026, was eine Wende nach vier Jahren Produktionsrückgang bedeutet.
Die Ölbohrtätigkeit in den USA zeigte gemischte Ergebnisse, wobei die Gesamtzahl der Bohranlagen um 1 auf 543 zurückging, was einem Rückgang von 37 gegenüber dem Vorjahr entspricht. Während die Zahl der Ölbohranlagen um 1 auf 410 stieg, sank die Zahl der Gasbohranlagen um 2 auf 122. Das Permbecken blieb mit 244 Bohranlagen unverändert, während Eagle Ford stabil blieb und Haynesville einen Zuwachs von einer Bohranlage verzeichnete. Die Daten der EIA zeigten, dass die wöchentliche Rohölproduktion um 58.000 bpd auf 13,753 Millionen bpd zurückging, während die Ölpreise aufgrund geopolitischer Spannungen höher notierten.
Die Ölpreise sind trotz geopolitischer Spannungen rückläufig, da die Marktgrundlagen, die von Überangebotsängsten dominiert werden, potenzielle Störungsrisiken überwiegen. Steigende Lagerbestände, sanktioniertes Rohöl aus Russland, Iran und Venezuela sowie neue venezolanische Barrel tragen zu einem rückläufigen Ausblick bei. Während geopolitische Ereignisse wie die Proteste im Iran und Drohnenangriffe im Schwarzen Meer zu vorübergehenden Preisspitzen führen, behält die anhaltende Überangebotsdiskussion die Oberhand, wobei Goldman Sachs seine Preisprognosen nach unten korrigiert und Daten Rekordmengen an Rohöl auf Tankern zeigen.
Die britische Wirtschaft wuchs im November unerwartet um 0,3 % und übertraf damit die Prognosen, angetrieben durch die starke Leistung des Dienstleistungssektors und die Erholung des verarbeitenden Gewerbes. Diese positiven Daten deuten darauf hin, dass die Wirtschaft mit mehr Schwung als erwartet in das Jahr 2026 startet, obwohl einige Ökonomen warnen, dass es sich eher um eine vorübergehende Erholung als um eine grundlegende Stärke handeln könnte. Das Wachstum könnte die Zinssenkungen der Bank of England verzögern, da die Inflationssorgen anhalten.
Der Artikel nennt vier überzeugende Gründe, warum deutsche Mid- und Small-Cap-Aktien (MDAX und SDAX) trotz der Rekordstände des Leitindex DAX ein größeres Anlagepotenzial bieten. Zu den wichtigsten Faktoren zählen die derzeitige Überbewertung des DAX, das stärkere Wachstumspotenzial kleinerer, auf den Binnenmarkt fokussierter Unternehmen, historische Performance-Muster, die zeigen, dass Small Caps zwar hinterherhinken, aber zum Aufholen bereit sind, sowie die positiven Auswirkungen des deutschen Konjunkturpakets und die sich wandelnden Präferenzen der Anleger hin zu inländischen Geschäftsmodellen angesichts der globalen Handelsspannungen.

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